Frei sein – eine Rezension von Martin Hasler
Was bedeutet es, wirklich frei zu sein – und wie frei sind wir in unserem Denken tatsächlich?
In seinem Essay «Frei sein – So schützen wir uns vor Propaganda & Manipulation» beschäftigt sich der Autor und Schweizer Journalist Arnaud Nyhm mit einer Frage, die angesichts der zunehmenden Informationsflut und gesellschaftlicher Polarisierung aktueller denn je erscheint: Wie können wir unsere innere Unabhängigkeit bewahren?
Nyhm verbindet dabei zwei zunächst unterschiedliche Phänomene miteinander: Suchtverhalten und Massenbildung. Er untersucht die Muster von Kontrolle und Manipulation, die beiden zugrunde liegen können, und fragt danach, welche Fähigkeiten uns helfen, ihnen zu widerstehen.
Die folgende Rezension von Martin Hasler, Autor von «Im Hexenkessel der Bundeshaus-Medien», gibt einen Einblick in die zentralen Gedanken des Essays und zeigt auf, weshalb Nyhm den Weg in die Freiheit nicht allein über den Intellekt, sondern auch über spirituelle Ressourcen und die Wiederherstellung von Verbindung denkt.
"Der Autor und Journalist Arnaud Nyhm deckt in seinem Buch «Frei sein – So schützen wir uns vor Propaganda & Manipulation» auf eindrückliche Weise die Muster auf, die sich sowohl hinter einem mehr und mehr konformistischen Journalismus wie auch hinter dem Suchtverhalten eines Abhängigen verbergen.
Eine Reise in Richtung Freiheit. Eine Hilfestellung, im Denken so unabhängig zu werden, dass uns Medien, Politiker und Behörden nicht mehr an der Nase herumführen können.
«Kontrolle und Manipulation gehören zu den zentralen Prozessen sowohl in der Sucht als auch in der Massenbildung».
Der Intellekt erweist sich beim Erkennen dieser Prozesse eher als Hindernis denn als hilfreich: Ausgerechnet Akademiker und Intellektuelle seien besonders gefährdet, von Massenbildung erfasst zu werden.
Demgegenüber zeigt der Autor auf, dass es gerade die spirituellen Ressourcen sind, die einem totalitären System widerstehen können und uns die Fähigkeit verleihen, uns in Zeiten von Stress und Unsicherheit mit Resilienz im Gleichgewicht zu halten. Menschen hingegen, die nur ihrem Intellekt folgen und ihre menschliche Vernunft für das Mass aller Dinge halten, würden eher Gefahr laufen, auf Abwege zu geraten. Es sei somit die Verbindung zu einer höheren Macht, die uns von unserer Selbstzentriertheit befreie.
Mit dieser Erkenntnis führt Arnaud Nyhm den Leser zu einem neuen Weg, der es ihm ermöglicht, sowohl einem allfälligen Suchtverhalten wie auch einer brandgefährlichen Massenbildung in einem immer totalitärer werdenden System zu widerstehen.
Ein neuer Journalismus beginnt nicht erst in der Redaktionsstube. So zeigt der Autor in seinem Kapitel «Kopf, Herz und Hand» pointiert auf, dass der Reformbedarf in unserem System nicht nur in den erwähnten Krisenbereichen besteht, sondern dass bereits im Schul- und Bildungswesen wichtige Weichen falsch gestellt werden.
Gehe die Unterscheidung zwischen wahr und falsch verloren, breche auch das Vertrauen in gesellschaftliche Institutionen und zwischenmenschliche Beziehungen zusammen. Das isoliere den Einzelnen und mache ihn anfälliger für Manipulation und Sucht. Isolation sei ebenfalls eines der Hauptmerkmale von Sucht.
«Indem wir uns mit einer Macht, grösser als wir selbst, verbinden, lösen wir diese auf. Wir sind wieder in Verbindung, finden Halt und Orientierung und können schliesslich wieder zu verlässlichen Mitmenschen werden».
Das vorliegende Essay eröffnet hoch spannende Zusammenhängen zwischen den beiden Phänomenen Suchtverhalten und Massenbildung. Die persönlichen Erfahrungen des Autors auf seinem eigenen Weg in die Freiheit verleihen ihm dabei wie ein eingewobener roter Faden eine ausserordentlich sympathische und authentische Note."
Danke für die Rezension an: Martin Hasler – Autor: «Im Hexenkessel der Bundeshaus-Medien»