Die Gedanken sind frei – Wie lange noch?

Die Gedanken sind frei – Wie lange noch?

Prof. Dr. Dr. Harald Walach über die schleichende Bedrohung der Meinungsfreiheit

In der aktuellen Juni-Ausgabe von INFO3 – Bewusst leben, Gesellschaft gestalten (2026) erscheint ein spannender Beitrag des Psychologen und Philosophen Prof. Harald Walach. Unter dem Titel „Die Gedanken sind frei. Wie lange noch?“ analysiert Walach pointiert und mit historischer Tiefe, wie die Grenzen des Sagbaren in unserer Gesellschaft immer enger werden. 

Walach, der selbst als kritischer Wissenschaftler Reputationsverluste und Anfeindungen erlebt hat, zeigt auf, wie aus einer einst selbstverständlichen Freiheit der Rede zunehmend ein kontrolliertes und sanktioniertes Gut wird. Von Metternichs Zensur über die NS-Propaganda bis hin zu heutigen Mechanismen spannt er den Bogen – und landet schonungslos in der Gegenwart.

Zentrale Themen des Beitrags:

  • Die dünnhäutige Reaktion von Mächtigen auf Kritik (Beispiele: Friedrich Merz, Robert Habeck)
  • Die Renaissance alter Tatbestände wie „Majestätsbeleidigung“ unter neuem Namen („Delegitimierung des Staates“)
  • Der Digital Services Act der EU als Grundlage eines umfassenden Zensurapparats
  • Die Rolle von Faktencheckern, „Trusted Flaggers“ und anonymen Petzstationen
  • Die gefährlichste Form der Zensur: die Schere im Kopf – die freiwillige Selbstzensur
  • Warum Dissens und Widerspruch das eigentliche Wesen der Demokratie ausmachen

Walach betont: Nicht der Konsens, sondern der offene Diskurs und das Ringen um Kompromisse sind das Herz der Demokratie. Wer abweichende Meinungen als „Desinformation“ brandmarkt, bewegt sich in Richtung totalitärer Strukturen.

Starke Verbindung zum discorso-Buch

Harald Walach ist nicht nur Autor des INFO3-Artikels, sondern auch einer der Mitwirkenden im Buch Mut zum Widerspruch – Dissidenten der Alternativlosigkeit berichten (discorso Verlagsgenossenschaft). In seinem persönlichen Text im Buch beschreibt er eindrücklich die Reputationsangriffe, die er selbst erlebt hat – unter anderem wegen seiner kritischen Haltung zu den Corona-Maßnahmen.

Die Buchrezension in derselben INFO3-Ausgabe würdigt das Buch als wichtiges Dokument einer Zeit, in der viele Menschen beruflich und persönlich für ihren Widerspruch bezahlt haben.

Auszug aus Walachs Beitrag (INFO3):

„Nicht der Konsens und die Zustimmung ist das Wesen der Demokratie, sondern der Dissens, der Diskurs, und das Ringen um Kompromisse.“

Zum Weiterlesen und Handeln:

Fazit:

Harald Walachs Text ist ein wichtiger und mutiger Beitrag in einer Zeit, in der Meinungsfreiheit nicht mehr selbstverständlich ist. Er passt perfekt zur Haltung von discorso: offene, unbequeme Gespräche führen und den Mut zum Widerspruch stärken.