Mut zum Widerspruch: Dissidenten der Alternativlosigkeit berichten
Dissidenten? Das klingt nach Ostblock, nach Solschenizyn, Havel und Wałęsa – nach Menschen, die unter hohem persönlichen Risiko gegen ein System aufstanden. Ein genialer Vergleich von Journalist Christian Zeller in seiner Rezension des Buches "Mut zum Widerspruch". Übertrieben für das heutige Deutschland und Europa?
Das Buch „Mut zum Widerspruch. Dissidenten der Alternativlosigkeit berichten“ zeigt eindrücklich: Nein, der Begriff ist erschreckend passend.
In 18 persönlichen Porträts erzählen Betroffene von Repression, Diffamierung, beruflicher Vernichtung und gesellschaftlicher Ächtung – nur weil sie während der Corona-Zeit, beim Ukraine-Krieg oder bei Gender- und Identitätsthemen vom vorgegebenen Narrativ abwichen.
Zu Wort kommen unter anderem:
- Ulrike Guérot
- Daniele Ganser
- Andreas Sönnichsen
- Harald Walach
- Michael Meyen
- Christian Dettmar
- Carola Javid Kistel
- und viele mehr
Ihre Geschichten machen spürbar, was Zahlen und Analysen nicht können: die menschliche Dimension von Cancel Culture, beruflicher Zerstörung und dem systematischen Einengen des Sagbaren. Sie zeigen, wie schnell aus einem kritischen Geist ein „Andersdenkender“ und schließlich ein Dissident wird.
„Mut zum Widerspruch“ ist kein bloßes Beschwerdebuch, sondern ein wichtiges Zeitdokument und ein Appell: an den Mut zum eigenen Denken, an die Verteidigung der Meinungsfreiheit und an die Würde des Widerspruchs in einer Zeit der scheinbaren Alternativlosigkeit.
Ein unverzichtbares Buch für alle, die nicht nur zuschauen wollen, wie der Raum für freies Denken immer kleiner wird.
Zur Rezension: https://overton-magazin.de/kommentar/kultur-kommentar/wer-widerspricht-verliert/